Veröffentlicht in Fallstudien öko-sozial verträglicher Unternehmen der T&B-Industrie

Switcher: Partnerschaftliche Umsetzung sozialer Standards

Soziale Fairness bei Lieferanten wird durch langfristige Partnerschaften (zB Zusammenarbeit mit dem indischen Lieferanten Prem Group seit 1987) gelebt. Regelmäßige Bestellungen, zeitgerechte Vorankündigung neuer Aufträge und eine faire Einkaufspolitik geben den Lieferanten erst die Möglichkeit im eigenen Unternehmen faire Arbeitsbedingungen ein zu führen. Der Switcher Code of Conduct ist nach den Standards der MSI FWF gestaltet und wird an alle weiterverarbeitenden Betriebe zur Implementierung weitergeleitet. Switcher ist in den Bestrebungen, diesen Kodex auch zur tatsächlichen Umsetzung zu bringen, sehr engagiert und bringt sich aktiv mit ein. Zudem verifiziert die FWF die Switcher Kontrollen sowie das Einkaufsverhalten von Switcher und nimmt auch selbst stichprobenartige Kontrollen bei den Switcher Lieferanten vor. Speziell was den Anbau von Bio-Baumwollbauern anbelangt, steht Switcher seinen Lieferanten mit Schulungen beratend zu Seite. Beispielsweise werden die Bio-Bauern in der natürlichen Bekämpfung von Schädlingen, wie dem Baumwollkapselwurm, geschult.

Neben der Switcher Mitgliedschaft bei der FWF sind die Lieferanten der Weiterverarbeitung bei Switcher zudem SA8000 zertifiziert. Ferner verfügt Switcher über das Max Havelaar Fairtrade Siegel, welches Fairtrade Bezahlung der Bio-Baumwollbauern von Helvetas in Mali garantiert.

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Switcher: Soziale Smiling-Chain (Faire Bedingungen im In- und Ausland)

Im Bereich Soziales ist Switcher, sowohl am Hauptstandort in der Schweiz, als auch in den Ländern der Lieferanten auf Fairness und soziale Gerechtigkeit bedacht. Beispielsweise haben die MitarbeiterInnen in der Schweiz flexible Arbeitszeiten und Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit. Der Mutterschaftsurlaub ist 2 Wochen länger, als gesetzlich vorgeschrieben, 2 Wochen Vater­schaftsurlaub kommen ebenso hinzu, wie jeweils ein sozialer Tag pro MitarbeiterIn, an welchem die Angestellten sozialen Aktivitäten nachgehen können, um noch mehr in den Einklang mit der Switcher-Firmenphilosophie zu kommen. Außerdem steht für die MitarbeiterInnen ein jährliches Budget für Maßnahmen in der Weiterbildung zur Verfügung. Eine Beteiligung an der Krankenkassenprämie ist von Switcher ebenfalls vorgesehen. Neben fünf Wochen Urlaub (eine Woche länger, als gesetzlich vorgeschrieben), wird viel Wert auf die Förderung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz gelegt. Maßnahmen zur Stressbewältigung im Unternehmen mit der Gruppe zum Gesundheitsschutz (Zeste), unentgeltliche Grippeimpfungen, vergünstigte Abos für Fitness-Center, frische Saisonsfrüchte, Wasserspender etc. sollen die physische und psychische Gesundheit der MitarbeiterInnen fördern. Faire Entlohnung ist auch in der Schweiz selbstverständlich. So werden die Lohnkosten der Direktion, der Angestellten und des kleinsten Gehaltes bei Switcher veröffentlicht. Die Switcher-Lohnpolitik wird zusätzlich einer CEPEC-Untersuchung (unabhängiger Salärvergleich) mittels Audit unterzogen.

Im Bereich Soziales ist Switcher, sowohl am Hauptstandort in der Schweiz, als auch in den Ländern der Lieferanten auf Fairness und soziale Gerechtigkeit bedacht. Beispielsweise haben die MitarbeiterInnen in der Schweiz flexible Arbeitszeiten und Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit. Der Mutterschaftsurlaub ist 2 Wochen länger, als gesetzlich vorgeschrieben, 2 Wochen Vater­schaftsurlaub kommen ebenso hinzu, wie jeweils ein sozialer Tag pro MitarbeiterIn, an welchem die Angestellten sozialen Aktivitäten nachgehen können, um noch mehr in den Einklang mit der Switcher-Firmenphilosophie zu kommen. Außerdem steht für die MitarbeiterInnen ein jährliches Budget für Maßnahmen in der Weiterbildung zur Verfügung. Eine Beteiligung an der Krankenkassenprämie ist von Switcher ebenfalls vorgesehen. Neben fünf Wochen Urlaub (eine Woche länger, als gesetzlich vorgeschrieben), wird viel Wert auf die Förderung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz gelegt. Maßnahmen zur Stressbewältigung im Unternehmen mit der Gruppe zum Gesundheitsschutz (Zeste), unentgeltliche Grippeimpfungen, vergünstigte Abos für Fitness-Center, frische Saisonsfrüchte, Wasserspender etc. sollen die physische und psychische Gesundheit der MitarbeiterInnen fördern. Faire Entlohnung ist auch in der Schweiz selbstverständlich. So werden die Lohnkosten der Direktion, der Angestellten und des kleinsten Gehaltes bei Switcher veröffentlicht. Die Switcher-Lohnpolitik wird zusätzlich einer CEPEC-Untersuchung (unabhängiger Salärvergleich) mittels Audit unterzogen.

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Switcher: Partnerschaftliche Ressourcenschonung, Giftstoffvermeidung und Klimaneutralisierung

Egal ob Synthetik- oder Naturfaser, auch in der Weiterverarbeitung wird auf Gesundheits- und Umweltbelange geachtet. So sind die zur Färbung eingesetzten Farben nach Öko-Tex 100 zertifiziert (Grenzwerte bei Schadstoffen werden dadurch eingehalten). Zudem wird in sämtlichen Fabriken auf die Abwasseraufbereitung und Salzrückgewinnung geachtet. Allein beim indischen Lieferanten Prem Group werden dabei von 4.200 kg Salz 3.700 wieder zurück gewonnen und 95 % der Abwasser gereinigt. Neben den ökonomischen Einsparungen bringen diese Maßnahmen auch den Schutz des Grundwassers mit sich. Umweltschutz kann also auch rentabel sein, sofern ca. 700.000 EUR in eine Abwasseraufbereitungsanlage investiert wurden.

Umweltschutz, in Form von Energieversorgung, ist ebenfalls ein sehr großes Thema bei Switcher. So wird zum Beispiel im Headquarter in Le Mont-sur-Lausanne Strom aus Wasserkraft bezogen und das Firmendach für eine Solaranlage der Firma Edisun Power AG zur Verfügung gestellt. Auch in Indien wurde aus alternativer Energie die Versorgung der Spinnereimaschinen mit Strom mittels 26 Windgeneratoren sicher gestellt. 30 % des CO2 Ausstoßes konnten dadurch reduziert werden. Ferner wurden zwei solarbetriebene Herdöfen für die Essenszubereitung in der Kantine bei Prem Group installiert.

Auch im kleinen Stil wird mit großer Wirkung optimiert. Mittels Paper Management werden am Firmensitz in der Schweiz (Entwicklung hin zur elektronischen Archivierung) jährlich 75.000 Blatt Papier eingespart. Weiters werden durch den Austausch von acht Geschäftsfahrzeugen gegen Fahrzeuge mit Hybridantrieb jährlich 8.000 l Benzin reduziert.

Ferner wird bei der Verpackung, speziell bei den Transportkartons, auf einen recycelten Altpapier Anteil geachtet (je nach Modell 38-80 %). Die Kartons stammen von der Firma Model emballages SA in Moudon, welche ICCA und ISO 9001 zertifiziert ist, Farben ohne Schwermetalle verwendet und das Reinwaschen der Zellulose ohne Chlor vornimmt. Zudem werden sämtliche Verkaufsunterlagen auf Umweltschutzpapier gedruckt.

Betreffend Transportlogistik wird 60 % des Switcher-Versands über die Bahn abgewickelt, 40 % über LKW. Warenversand mittels Flugverkehr wird vermieden und macht im Wareneingang ca. 4 % aus, der größte Teil der Waren, 73 % kommt jedoch mit Schiff und Bahn aus den Produktionsländern in die Schweiz und die restlichen 23 % per LKW.

Insgesamt sind 13 Modelle im Sortiment CO2-kompensiert. Switcher arbeitet für die Klimaneutralisierung mit der Schweizer Organisation myclimate.org zusammen. Diese fördert mit Kompensationszahlungen u.a. von Switcher ein Projekt für den Ersatz von Erdöl durch Bio-Masse in der indischen Region Kotdwara im Nordosten Neu-Dehlis. Öfen von Unternehmen, Restaurants, Krankenhäusern und Schulen werden ausgetauscht und mittels Bio-Masse Brickets befeuert. Für die Verwender bedeutet diese Umstellung eine bedeutende Kostenersparnis und für die Umwelt weniger Ressourcenverbrauch und Emission. Die Bio-Masse Brickets werden zudem direkt in Indien hergestellt und schaffen somit wieder neue, faire bezahlte Arbeitsplätze.

Weitere Klimaschutz-Projekte werden mit dem Partner der Post Schweiz durchgeführt. Unter dem Projekt Pro Clima-Paket wird ein freiwilliger Zuschlag von CHF 0,10 pro Paket von Switcher gezahlt, womit die Post ihre versandbedingten Emissionen mittels verschiedener Projekte klimaneutralisiert.

Betreffend unabhängige Zertifizierung durch Dritte arbeitet Switcher für alle Produkte mit der Zertifizierung von Öko-Tex 100 zusammen, welche sich auf die Schadstoffgrenzen Einhaltung des Endprodukts konzentriert. Eine Zertifizierung mit Öko-Tex Standard 1000 ist in Arbeit – diese bezieht sich auf die Einhaltung von Schadstoff-Grenzwerten über die ganze Wertschöpfungskette hinweg. Zudem ist Switcher ISO 14001 zertifiziert und hat mit Helvetas (Schweizer Entwicklungshilfe) eine langfristige Partnerschaft in Bezug auf Abnahme von Fairtrade Bio-Baumwolle aus Mali, welche in den Spinnereien der Prem Group weiterverarbeitet werden.

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Switcher Produkte-Sortiment: Fairtrade, Bio, Recycling bestimmen die textile Zukunft

Die erste Kollektion von Switcher umfasste zwei Modelle: ein T-Shirt und ein Sweatshirt. Inzwischen befinden sich zahlreiche Modelle für Männer, Frauen, Kinder und Produkte im Accessoirebereich im endverbrauchergerichteten Sortiment. Aufgeteilt in die fünf Kategorien basic, sport, outdoor, fashion und junior. Die Modelle sind vorwiegend einfärbig und mit bequemen, moderne (aber keinen ausgefallenen) Schnitten versehen. Switcher ist bekannt für die große Farbauswahl und das Switcher Colour System, welches jedes Jahr exakt die gleichen Basic Colours garantiert. Seit 2010 bietet Switcher auch besonders strapazierfähige Workwear (Arbeitsbekleidung) an.

Insgesamt werden 50 % des Switcher Umsatzes durch den Vertrieb von Bekleidung und Accessoires über den Einzelhandel und
50 % durch Produkte, die unter der Marke Whale, mittels Druck und/oder Stickerei weiterverarbeitet und an Großkunden gehen (zB Corporate Fashion, Bekleidung für Sport-Mannschaften, Werbegeschenke von Unternehmen an Kunden), gemacht.

Gefertigt wird mit insgesamt 30 Lieferanten in Indien, Bangladesch, Taiwan, China, Portugal, Slowakei, Türkei und Rumänien zu fairen Arbeitsbedingungen für die ArbeiterInnen in den Fabriken und zu kontinuierlich verbesserten ökologischen Bedingungen. Grundsätzlich steht Switcher in Sachen Produkt für gute Qualität, lange Haltbarkeit und ein übersichtliches Sortiment – ergo für „Slow Fashion“.

Ab 2011 werden alle Switcher Produkte, welche Baumwolle enthalten, zu 100 % auf Fairtrade Bio-Baumwolle umgestellt. Alles, was unter der Marke Whale vertrieben wird, ist ebenfalls Fairtrade, enthält jedoch nur gegen Aufschlag Bio-Baumwolle. Es steht jedoch im Raum, dies langfristig zu ändern und auch unter der Marke Whale nurmehr Bio-Baumwolle anzubieten.

Funktionelle Sport- und Outdoorbekleidung wird aus recyceltem PET hergestellt. Bei den synthetischen Fasern ist bei Switcher ein Anteil von 80 % an recyceltem Material enthalten. Mehr ist derzeit lt. Robin Cornelius technologisch nicht möglich, ohne dass es die Qualität der Fasern beeinträchtigen würde. Die Vorteile der synthetischen Fasern liegen für den Träger in der Leichtigkeit des Materials und der Pflegeleichtigkeit im Gebrauch – d. h. diese Faser kann mit niedriger Temperatur gewaschen werden und das Bügeln erübrigt sich in den meisten Fällen. Diese Pflegeleichtigkeit schützt zudem die Umwelt durch Ressourcenschonung während der Gebrauchsphase des Textils. Aus Sicht von Switcher liegt ein weiterer Vorteil in der Reduktion von Kontrollen in der Herstellung, da sich die Probleme des Naturfaser-Anbaus erübrigen. Die Forcierung von Fasern aus recyceltem Material liegt vor allem in der Ansicht von Gründer Robin Cornelius begründet, welcher der Baumwolle keinen langfristigen Platz in der nachhaltigen Herstellung von Textilien einräumt: „Baumwolle hat keine Zukunft in der Nachhaltigkeit, weil der Wasserverbrauch enorm ist und das Land, auf dem Baumwolle angebaut wird, für den Anbau von Lebensmitteln dienen könnte, in 50 Jahren ist cotton out, dzt. leben aber noch zu viele Leute vom Baumwoll-Anbau“. Lt. Robin Cornelius ist recyceltes Polyester die Zukunft nachhaltiger Bekleidung.

Zum funktionellen Bekleidungssortiment aus Naturfasern gehören auch fünf Artikel, welche nach UV Standard 801 (strenger als die von den australischen und neuseeländischen Behörden verfasste Norm AS/NZS 4399) zertifiziert sind. Damit können sich besonders sonnenempfindliche Hauttypen vor Sonnenbrand und damit vor Hautkrebs schützen.

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Smiling-Chain statt Supply Chain – mit der passenden Corporate Culture zu einer Win-Win-Situation für alle Stakeholder

Insbesondere die identitätsbasierte Markenführung ist bei Switcher sehr stark ausgeprägt. Die große Begeisterung für soziale und ökologische Nachhaltigkeit des Gründers soll sich auf die MitarbeiterInnen und Partner übertragen. Generell sieht Robin Cornelius Switcher mit all seinen Partnern und MitarbeiterInnen auch als Vorbild für eine neue Art von Unternehmenskultur.

Robin Cornelius spricht von der Freude und Begeisterung, die Arbeit mit sich bringen muss. Mit der Bezeichnung „Smiling-Chain“ bringt Switcher das Bestreben einer Win-Win-Situation für alle an der Wertschöpfung beteiligten Partner auf den Punkt. Dementsprechend gehört für Robin Cornelius das Kreieren einer Corporate Culture und das Generieren eines gemeinsamen Mindsets, ausgerichtet auf die Vision, zum essentiellen Aufgabenbereich des Managements. Auch das Rekrutieren von MitarbeiterInnen, deren persönliche Werte mit den Werten der Marke Switcher übereinstimmen, trägt zur Aufrechterhaltung der zur Marke Switcher passenden Corporate Culture bei. Der Werte-Fit zwischen MitarbeiterInnen und Marke, soll die Vermittlung von Glaubwürdigkeit der Marke unterstützen.

Das Marketing selbst ist bei Switcher mittels einer mehrdimensionalen Matrixorganisation zu beschreiben. So werden Produkt (Entwicklung, Design, Beschaffung) und Funktion (Marketing, Verkauf, Qualitätssicherung, CSR etc.) mittels Schnittstellen miteinander verknüpft. Konkrete Ziele und eine klar formulierte Mission helfen bei der Umsetzung der Strategie durch Management by Objectives. Eine Ethical Charta gibt den MitarbeiterInnen in der Schweiz Orientierung in Sachen Nachhaltigkeit, den Umgang miteinander und mit anderen Stakeholdern. Hauptinhalt der Charta ist die Einhaltung von Gesetzen und ethischen Grundsätzen, die Stakeholderorientierung sowie die Berücksichtigung von Sozialem und Umwelt relevanten Themen. Damit die Charta für alle MitarbeiterInnen verständlich ist, gibt es eine detaillierte Einführung für neue MitarbeiterInnen und Schulungen zu dem Thema.

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Switcher ist auch Whales – einzigartige Strategie

Betreffend Strategie verfolgt Switcher eindeutig eine anspruchsgruppengerichtete Innovationsstrategie. Die Beachtung von ökologischen und sozialen Aspekten in der Produktherstellung wird neben der niedrigen bis leicht mittleren Preispositionierung (Fairtrade Bio-Baumwolle T-Shirts kosten ca. 15 EUR) als Wettbewerbsvorteil genutzt. Im Bereich nachhaltiger Bekleidung kann sich Switcher zu den Leaderunternehmen der Branche zählen.

Hauptabsatzmarkt ist die Schweiz, jedoch wird mittels Handelspartnern auch international in weiteren 15 Ländern wie Deutschland, Frankreich, Holland, Schweden, Rumänien, Indien, Kuwait etc. vertrieben.

Die Hauptzielgruppe von Switcher sind Frauen, die für sich und ihre Familie einkaufen. Ca. 70 % der 500.000 Heavy Buyers von Switcher sind Frauen ab 30 und mehr als die Hälfte davon hat Kinder. Frauen sind lt. Switcher für gesellschaftliche Themen und Umweltschutz und den damit zusammenhängenden Individual- und Gemeinnutzen, stärker empfänglich als Männer.

Switcher verkauft auch unter der Marke Whales an Großkunden. Dies sind vorwiegend Unternehmen und Institutionen, die große Stückzahlen der T-Shirts für beispielsweise Werbegeschenke abnehmen. Somit ergeben sich für Switcher die Zielgruppen Händler, Endverbraucher und Firmenkunden.

Das Modell mit Kleidung zu 50 % Retail & Endverbraucher und zu 50 % Business Kunden zu bedienen ist lt. Switcher einzigartig im schweizerischen T&B-Markt.

Damit die Werte der Marke auch weiterhin aufrecht erhalten werden, legt Robin Cornelius Fokus auf eine Mehrheitsbeteiligung an der Mabrouc SA (nicht börsennotierte AG) von 65 %. Damit will er weiterhin die Richtung vorgeben: „Es stimmt schon, je mehr Leute ihr Kapital einbringen, desto mehr wird gefragt „Verdienen wir auch genug?“

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Switcher – Vorbild für ein neues Wirtschaftsmodell

Switcher macht mit seiner Unternehmenstätigkeit nicht nur Kleidung, sondern übt über die Marke auch politischen und gesellschaftlichen Einfluss aus. Der Kapitalismus basiere auf Ego und darum sei von kapitalistisch geführten Unternehmen keine Moral zu erwarten. Wenn auch noch so viele gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden – derartig gepolte Unternehmen würden immer einen Weg finden, im Rahmen der Legalität, die Moral zu umgehen. Deshalb plädiert Robin Cornelius für die Übernahme von Eigenverantwortung. Jeder Unternehmer und jeder Endverbraucher soll seine Handlungen mit seinem Gewissen abgleichen und reflektieren.

Robin Cornelius spricht in Zusammenhang von gutem, auf Nachhaltigkeit ausgerichtetem Unternehmertum, auch von der Integration von mehr weiblichen Werten im Unternehmen. Den direkten Dialog zu suchen, empathisch zu sein, gerne zu teilen und das Bestreben, alle zufrieden stellen zu wollen, sollen die Prozesse beeinflussen.

Das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung ist bei Switcher bekannt und wird über den Wert „Respekt“ definiert. Respekt in allen zwischenmenschlichen Beziehungen mit den unterschiedlichsten Stakeholdern (u.a. auch gegenüber den nachkommenden Generationen) und Respekt vor der Umwelt. Aus diesem Respekt entsteht lt. Robin Cornelius automatisch ein Verhalten im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung.

Mit dem Modell Switcher will Robin Cornelius zeigen, dass gelebte Nachhaltigkeit in der T&B-Industrie ein Wettbewerbsvorteil sein kann. Switcher soll als gutes Vorbild für ein neues Wirtschaftsmodell dienen. Die Ziele, die sich Switcher im Rahmen des normativen Marketings setzt, betreffen neben herkömmlichen Zielen, wie Steigerung des Bekanntheitsgrades, die Eroberung neuer Märkte, Eroberung des Massenmarktes etc., auch die bewusste Sensibilisierung des Marktes, als quasi „Educational Brand“ und Ziele wie die Reduktion des Wasserverbrauchs um 1/3 bis in 15 Jahren, Umstellen des Switcher Baumwoll-Sortiments ab 2011 auf 100 % Bio, Ausweitung der Klimaneutralisierung auf weitere Produkte uvm. Für Switcher ist somit der Zweck des Unternehmens nicht allein der Gewinn. Das Geld wird als Mittel zum Zweck gesehen. Damit drückt Switcher die starke Stakeholderorientierung des Unternehmens aus und setzt sich in der Gewinnmaximierung Grenzen im Rahmen der Legitimierung gegenüber seinen Stakeholdern.