Veröffentlicht in Fallstudien öko-sozial verträglicher Unternehmen der T&B-Industrie

Warum Switcher so viel Wert auf Nachhaltigkeit legt

Die Mabrouc SA (mit den Marken Switcher und Whale) wurde 1981 von Robin Cornelius gegründet. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Mont-sur-Lausanne, in der französischsprachigen Schweiz, mit 10.000 m² Raum (8.500 m² Lagerhalle und der Rest Büroflächen). Mit 106 MitarbeiterInnen erwirtschaftete Switcher im Jahr 2009 einen Umsatz von 44 Mio. EUR.

Bereits während seines Studiums der Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Lausanne, machte sich Gründer Robin Cornelius über die Zusammenhänge von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Gedanken. Noch in den Endzügen seines Studiums, das er mit Taxifahren finanzierte, gründete er sein Label Switcher. Der T-Shirt und Jogging Trend, der Ende 70er bzw. Anfang 80er von den USA nach Europa rüber schwappte, verhalf ihm von Beginn an zu großen Absatzmengen. Sehr preisgünstig positioniert, wollte er sich einen Lieferanten für T-Shirts in einem Billiglohnland suchen, damit noch ausreichend Marge übrig blieb. Die ersten Versuche mit indischen Lieferanten liefen nicht optimal. Über einen Agenten traf er auf Prem Group, einen der heutigen Hauptlieferanten. Schon bei den ersten Besuchen in Indien sah Cornelius die vielen Straßenkinder, die mühsame Wasserbesorgung der Frauen für ihre Familien und die fehlende medizinische Versorgung. Gemeinsam mit Prem Group Firmenchef Duraiswamy entstanden, schon nach kurzer Zeit der Zusammenarbeit, die ersten Sozialprojekte und verbesserten Arbeits- und Lebensbedingungen der Angestellten von Prem Group. Switcher hat demzufolge schon sehr früh angefangen nachhaltig zu handeln, ohne zu ahnen, dass sich Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren zu einem der wichtigsten Wettbewerbsvorteile von Switcher entwickeln würde.

Die aktuelle Krise hat Switcher nicht gespürt. Lt. der eigenen Einschätzung sind die Basics zu fairen und familienfreundlichen Preisen in Kombination mit guter physischer, sozialer und ökologischer Qualität dafür verantwortlich. Basics brauchen die Familien immer – Fashion eher nicht. Auch sind neue Kunden während der Krise hinzugekommen, die sich nach günstigeren Alternativen umgeschaut haben, ohne dabei auf Qualität verzichten zu müssen.

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