Veröffentlicht in Fallstudien öko-sozial verträglicher Unternehmen der T&B-Industrie

Stakeholderanalyse der Göttin des Glücks

Die GDG sieht MitarbeiterInnen, Lieferanten, (potentielle) KundInnen, künftige Generationen, NGOs (EZA, Südwind, Unicef, Greenpeace, Global 2000), die Wiener Tafel, die Umweltberatung Wien, die Umweltberatung Niederösterreich, die breite Öffentlichkeit, Medien, Journalisten, Blogger, Social Networks, Bildungseinrichtungen, staatliche Institutionen (potentielle Fördergeber), Banken sowie die herkömmlichen, als auch öko-sozial verträglichen Mitbewerber, als relevante Stakeholder an.

Bezüglich Mitbewerb unterscheidet die GDG nicht zwischen öko-fair und herkömmlich. Als Mitbewerb werden generell Modemarken im mittleren und hohen Preissegment gesehen. Betreffend dem öko-sozial verträglichen Wettbewerb ist lt. GDG die Konkurrenz in Deutschland sehr stark. In Österreich habe sich in den letzten 2 Jahren diesbezüglich vermehrt etwas getan – das Interesse der KundInnen sei enorm gestiegen und die Verfügbarkeit öko-sozial verträglicher Mode habe sich verbessert.

Kleidung im Niedrigpreissegment sieht GDG nicht als direkte Konkurrenz, dennoch haben die Aktivitäten der Großhandelsketten, vor allem was Bio-Baumwolle anbelangt, auch Einfluss auf den Markt von öko-sozial verträglicher Mode. Der Druck den die NGOs über die CCC auf Riesen wie H&M und C&A ausgeübt haben, habe dazu geführt, dass diese diesbezüglich aktiv werden mussten. Zudem wurde erkannt, dass damit ein Geschäft zu machen sei. Auf der einen Seite, sei das Engagement in Sachen Bio-Baumwolle zu begrüßen, da diese Konzerne eine große Masse an KonsumentInnen damit erreiche, auf der anderen Seite führe das auch zu Problemen: „Wenn diese Riesen nun mit Bio werben und quasi Greenwashing betreiben, in dem sie ein Bio-Shirt um den gleichen Preis verkaufen, wie ein herkömmliches Shirt, weil sie sich dadurch ein besseres Image erhoffen – so kommen die KundInnen zu uns und fragen, warum es bei uns so teuer ist. Im Gegensatz zu denen sind wir jedoch in der gesamten Kette ökologisch und zudem noch fair unterwegs. Sie sollten konsequent sein und nicht Greenwashing betreiben, in dem sie in 1 % ihrer Ware, 50 % Bio-Baumwolle beimengen (welche noch nicht einmal Fairtrade ist) und dies groß als Organic bewerben. Die meisten Kunden können das nicht differenzieren und wir müssen ihnen das dann im Detail erklären.“ Sollte dies erst der Anfang sein, so sei alles begrüßenswert. Starbucks habe schließlich inzwischen auch sein ganzes Kaffee-Sortiment auf Fairtrade umgestellt.

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