Veröffentlicht in Fallstudien öko-sozial verträglicher Unternehmen der T&B-Industrie

GDG – Göttin des Glücks – öko-sozial nachhaltiges Modelabel aus Österreich

Die Göttin des Glücks (im Folgenden mit GDG abgekürzt) ist eines der ersten öko-sozial nachhaltigen Modelabels aus Österreich. Firmensitz ist in Wien in Form von Büroräumlichkeiten, Designstudio und Versandlager. 2005 lernten sich die 4 Gründer Lisa Muhr, Igor Sapic, Monika Bledl und Dessislava Stoytcheva auf einer Messe kennen. Jeder der Gründer war in Designthemen, von Mode über Möbel bis hin zur Bildhauerei mit jeweils eigenem Label oder Angestelltenverhältnis involviert. Da sich alle auf Anhieb gut verstanden, folgte ein intensiver Kontakt und die Idee, gemeinsam ein Projekt zu starten: Wohlfühlmode zum Thema „Danke mit geht’s gut“: Angenehme Schnitte, die trotzdem herzeigbar sind, die mit lebensfrohen Grafiken und Botschaften bedruckt sind. „Wir haben damit im Juni 2005 im Designpfad im 7. Bezirk in Wien bei einer Modeschau mitgemacht und die 60 Teile, die wir damals aus eigener Tasche finanziert und selbst genäht haben, waren sofort ausverkauft.“ So nahm die Erfolgsgeschichte ihren Anfang. Die Nachfrage wurde immer größer – die erste selbstgenähte Sommerkollektion von 60 Stück und Winterkollektion von 130 Stück waren innerhalb kurzer Zeit verkauft. Im Jahr 2006 fiel die Entscheidung, das Projekt weiter zu verfolgen und aus einer Idee wurde ein richtiges Business. Die erste externe Textilproduktion fand aus Jersey-Stoffen, die von einem portugiesischen Händler bezogen wurden, in der Slowakei statt. Die zweite Sommerkollektion umfasste bereits 500 Stück und die Winterkollektion 1.000 Stück. Über Gespräche mit Freunden wurde das Thema Fairtrade und Organic in der Modewelt diskutiert. In den Diskussionen wurde klar, dass genau diese Komponenten dem Gesamtkonzept „Danke mir geht’s gut“ zur Vollständigkeit verhelfen. Das Motto sollte künftig nicht nur auf die Designer selbst und die KundInnen, sondern auch auf die Menschen, die diese Kleider herstellen, zutreffen.

Der private Lebensstil und die persönlichen Werte der Gründer waren Antrieb, die eigene Modemarke nach öko-sozial verträglichen Kriterien zu gestalten. Es wurde Kontakt zur EZA (Entwicklungszusammenarbeit) Fairer Handel in Österreich aufgenommen und über eine mögliche Kooperation gesprochen. Seit 2007 besteht nun eine Partnerschaft mit EZA Fairer Handel mit Sitz in Salzburg, welche eine transparente und öko-sozial verträgliche Produktionskette garantiert.

Im Jahr 2009 konnte die GDG mit inzwischen 8 MitarbeiterInnen nicht nur einen hohen Bekanntheitsgrad vorweisen, sondern auch 350.000 EUR Umsatz. Die Wirtschaftskrise von 2008 hat die GDG insofern gespürt, als dass die Einkäufer in den zu beliefernden Boutiquen vorsichtig geworden sind, da ein Rückgang in der Nachfrage befürchtet wurde. „Ich behaupten jedoch, dass vor allem der ökofaire Modebereich noch am ehesten verschont geblieben ist. Die KundInnen, die uns kaufen, haben ihre Gründe und die setzen sie nicht rein nur am Preis fest.“, erläutert Lisa Muhr den Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrise, Konsumrückgang und öko-sozial verträglicher Mode.

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